Typen/Technik/Ausrüstung

Im Einsatz der Deutschen Volkspolizei waren eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen.
Ein kleiner Einblick in den Stand der Technik innerhalb der 40 Jahre DDR soll dies nachfolgend verdeutlichen.
LKW's wurden absichtlich hier nicht aufgeführt.




 
 
Kübel
 
VW Typ 82 (Restbestand des 3. Reiches)
EI PKW 325 (Restbestand des 3.Reiches)
IFA EMW 325/3 Kübel
IFA F 9 Kübel Typ 309/4
Sachsenring P 2 und 3
Wartburg 311/4
GAS 69
UAS
 
Funkstreifenwagen
 
EMW 340
Sachsenring P 240
 
Moskwitsch 408 , 408 IE, 412 (Farblackierung Olivgrün/Elfenbein
Ausrüstung mit Buckelblaulicht und Martinshorn)
 
Moskwitsch 2140 !!!! (sehr selten, aber es gab ihn tatsächlich)
Ausrüstung mit Doppelblaulichtbrücke und Presstonanlage, Farblackierung Olivgrün/Weiß)
 
IFA F9 Typ 309/4 Kübel (Farblackierung Olivgrün, Suchscheinwerfer an der Frontscheibe rechts oder links)
IFA F 9 Typ 309/2
 
Wartburg 311
Wartburg 311/9
Wartburg 312/1
 
(Auch die Funkstreifenwagen der Typen Wartburg 311 und 312 wurden ausschließlich für die Volkspolizei mit Stahlschiebedach und nur in den Farbtönen Olivgrün/Elfenbein ausgeliefert. Lediglich beim Wartburg 311-4 Kübel gab es auch eine Volllackierung in Olivgrün-matt.Die Wartburg der 211 bzw. 312er Serie waren mit Suchscheinwerfern ausgerüstet. Beim Wartburg 311/4 sogar 2 Stück!!
 
Wartburg 353 ab 1966
Wartburg 353 W
(Der Wartburg 353-Funkstreifenwagen wurde bis 1979 ausschließlich mit einem, mittig vor dem Schiebedach sitzenden Blaulicht (Rundform) ausgeliefert. Die ersten Brücken, am Anfang nur für die Befestigung der Druckkammerlautsprecher für die Presstonanlage, kamen 1980 zur Anwendung. Die blaue Rundumleuchte saß zu diesem Zeitpunkt immer noch mittig vor dem Stahlschiebedach.
Ab 1983 kamen erstmalig die Doppelblaulichtbrücken mit mittig auf der Brücke sitzender Motorsirene und Presstonlange zum Einsatz. Die blaue RKL vor dem Stahlschiebedach entfiel. In einigen Dienststellen wurden auf ältere Fahrzeuge Doppelblaulichtbrücken montiert und das mittig vor dem Schiebedach sitzende Blaulicht wurde durch eine gelbe RKL ersetzt.
So konnte bei Verkehrsunfällen und Schwertransporten zusätzlich auf eine Gefahr aufmerksam gemacht werden.
Zum Wartburg 1.3 kann nur soviel gesagt werden, dass es dieser Fahrzeugtyp bis zur Wende nicht eingesetzt wurde. Es gab lediglich eine Studie eines fertigen Wartburg 1.3.
 
Das Projekt VW „Golf 1“- Funkstreifenwagen, das Fahrzeug war für den Einsatz auf den Transitautobahnen geplant, wurde aus politischen und wirtschaftlichen Gründen verworfen
 
Wolga M 21 /GAS 24
 
Der Wolga M 21 wurde parallel zum Moskwitsch 408/ 408 IE eingesetzt und wurde
bis 1972 in den Farben Olivgrün/Elfenbein und ab 1972 in Farben Olivgrün/Weiß lackiert.
 
Ab 1973 erfolgte der Einsatz der ersten Wolga vom Typ GAS 24, die in der Hauptstadt Berlin bis zur Wende genutzt wurden. Auf Grund des hohen Kraftstoffverbrauchs dienten diese Fahrzeuge ab 1984 nur der Reserve und wurden dann eingesetzt, wenn akuter Fahrzeugmangel durch Ausfall anderer Funkstreifenwagen  bestand bzw. Verkehrskontrolltrupps zur Geschwindigkeitskontrolle gebildet wurden.
Selbst die ersten Wolga GAS 24 Funkstreifenwagen wurden noch in den Farbtönen Olivgrün/Elfenbein lackiert.
Ein Fahrzeug in dieser Lackierung durfte ich Mitte der 80ziger Jahre selber noch fahren.
 
Während der Wolga in den 70ziger Jahren hauptsächlich bei der Schutz- und Verkehrspolizei in Berlin Verwendung fand, wurde der Wolga GAS 24 bei der Volkspolizei in den Bezirken nur bei der MOT-VK der BDVP'en eingesetzt.
 
Der Moskwitsch wurde gegen 1973 durch die ersten Funkstreifenwagen der Marke „Shiguli“ (später LADA) der Typen WAS 2101 und WAS 2103 ersetzt. Später kamen dann die Modelle Lada 21011 dazu.
Diese Fahrzeuge hatten von Anfang an eine Doppelblaulichtbrücke mit der alten Ausführung drt RKL.
Später wurden diese Brücken mit den neuen RKL und einer Presstonsignalanlage modifiziert.
Da es nicht immer möglich war alle Dienststellen mit Lada/Wartburg/Wolga auszurüsten, kam es auch zur Verwendung des Moskwitsch 2140.
 
Die Fahrzeuge der Marke  Lada und Wolga GAS 24 (M21 auf einigen)  waren von Anfang mit einer Doppelblaulichtbrücke versehen. Am Wartburg wurden diese Brücken erst ab 1979 montiert.
Bis zu diesen Zeitraum war unter der Motorhaube noch ein Martinshorn bzw. eine Motorsierene verbaut.
In meinem ersten Wartburg Fstw waren ein Martinshorn und eine Motorsierene montiert.
 
Auf Grund des hohen Kraftstoffverbrauches wurden 1984 die Wolga GAS 24  der MOT-VK ausgesondert und der staatlichen Materialreserve für die zivile Nutzung zugeführt und durch den Lada 21061 ersetzt.
Die Wolga hatten bis dato eine sehr geringe Laufleistung.
Lediglich in Berlin wurden diese Fahrzeuge, wenn auch als Reservefahrzeug, bis zum Verkauf 1990 gefahren.

Die Funkstreifenwagenwagen der Typen Wartburg 353 und Wolga GAS 24 wurden auf Grund ihrer Baulichkeit (GAS 24, Wartburg 353) und des vorgesehenen Einsatzes (Wartburg 353 fast ausschließlich bei der Verkehrspolizei, in einzelnen Fällen bei der Schutzpolizei und im Betriebsschutz) nicht mit einem Suchscheinwerfer ausgerüstet.
Vorhandene Fahrzeuge mit Suchscheinwerfern sind reine Produkte der Phantasie bzw. Fahrzeuge des BS. Bei der Verkehrspolizei war auf dem Wartburg 353 definitiv kein Suchscheinwerfer montiert.
 
Barkas B 1000 VUB
Barkas B 1000 VKG (Verkehrskontrollgruppe)
Barkas B 1000 SANKRA (nur BDVP und PDVP)
Barkas B 1000 K-Technik (nur Kripo der BDVP/PDVP)

In den 60ziger Jahren waren auch die B 1000 der VUB bzw. VKG in den Farbtönen Elfenbein/Olivgrün lackiert. Anfang der 70ziger Jahre erfolgte dann die Lackierung in Olivgrün/Weiß und das Kontrollgruppenfahrzeug erhielt eine rote Bauchbinde.





Kräder
 
BMW R75 (Restbestand des 3. Reiches)
CZ 175
M 72
AWO 425 (auch als B-Krad)
EMW R 35  (auch als B-Krad)
IFA- und MZ-BK
RT
MZ ES 250 / 300 (auch als B-Krad)
MZ ES 150
MZ ES 250/1 auch Ausführung als Funkkrad mit Trollverkleidung
MZ ES 250/2 auch Ausführung als Funkkrad mit Trollverkleidung oder
Bitte-Folgen Koffer und Packtaschen an den Seiten
 
MZ TS 250
MZ TS 250 F Funkkrad
MZ TS 250/1
MZ TS 250/1 F Funkkrad
MZ ETZ 150/250
MZ ETZ 205 F Funkkrad
 
Kleinkraftrad KR 50
Kleinkraftrad KR 51/1 und 2
Kleinkraftrad SR 50
 
 
Funkgeräte:

In den 50zigern bis weit in die 60ziger Jahre wurde das Funksystem U 300 verwendet. Gegen 1966 in etwa kam es zum erstmaligen Einsatz des Funksystem U 400 . Bis Mitte der Siebziger Jahre wurde demzufolge das Funkgerät UFS 401 in den Einsatzfahrzeugen montiert. Da das UFS 401 sehr störanfällig war (Röhrengerät), wurde das gesamte Funksystem modifiziert. Ein neues Funkssystem mit der Bezeichnung U 600 entstand.
Erstmalig war damit die Nutzung im 2m und 4m -Bereich möglich. Für den Kreisfunk (im Bereich eines Volkspolizeikreisamtes) wurde ein spezielles Funkgerät mit der Bezeichnung UFS 601 entwickelt. Das Funkgerätsystem U 600 wurde auf Bezirksebene eingesetzt und mit einem UBT-Bedienteil und dem URZ 1 ergänzt. Somit war ein Einsatz in anderen Bezirken der ehemaligen DDR sofort möglich.
Anzumerken ist, dass der Funk in der ehemaligen Hauptstadt der DDR unterschiedlich eingeteilt war. Während die Schutzpolizei über den ODH (Operativer Diensthabender) des jeweiligen Stadtbezirkes geführt wurde, erfolgte die Einsatzkoordinierung der Verkehrspolizei (VPI-VK,VKB, VUB und Protokollzug) ausschließlich über die Einsatzleitstelle der Berliner Verkehrspolizei mit der damaligen Funkbezeichnung "TONI 25" .
Aus heutiger Sicht mit einer sehr hohen Effektivität !